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Eine Bibliothekarin aus den Wiener Büchereien ist die letzte lebende “Gerechte unter den Völkern”

“Ich bitte Sie”, sagt die alte Dame, “in dieser Situation hätte doch jeder genauso gehandelt”. Ganz so selbstverständlich kann das, was die Wienerin Edeltrud Posiles getan hat, aber nicht gewesen sein, sonst würde ihr Name nicht in Riesenlettern auf der

Wiener Ringstraße aufscheinen.

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Frau Posiles ist eine von 88 “Gerechten unter den Völkern”, die in der Nazizeit ein

oder mehrere Menschenleben gerettet haben. Und sie ist die einzige dieser Gerechten, die noch am Leben ist.

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Edeltrud Posiles wurde am 4. Juni 1916 als

Tochter eines Kaufmanns in Wien geboren. studierte Schauspiel und Kunstgeschichte. war Bibliothekarin. Ab 1942 versteckte sie die jüdischen Brüder Walter, Hans und Ludwig Posiles.


“Die Geschichte begann im Jahre 1936″, erzählt sie, “da hab ich im Cafe Museum einen jungen Mann namens Walter Posiles. kennengelernt. Wir verliebten uns und wurden ein Paar.” Edeltrud Becher war 20, wollte zum Theater und besuchte eine Schauspielschule. Als sie mit der Schule fertig war, hatte Hitler in Österreich die Macht übernommen und es begann, gefährlich zu werden. Nicht für sie, denn Edeltrud kam aus einer evangelischen Familie, und war somit “Arierin”, wie die Nazis das nannten. Gefährlich wurde es für ihren Verlobten, der Jude war.
Walter Posiles konnte zunächst mit seinen beiden Brüdern Hans und Ludwig nach Prag flüchten.

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Als die drei im Sommer 1942 von dort ins KZ Theresienstadt deportiert werden sollten, verschickte jeder Abschiedsbriefe, um ihren Selbstmord vorzutäuschen. Dann fuhren sie nach Wien. Und standen vor Edeltruds Tür.
“Ich habe ganz normal gehandelt, wie man handelt, wenn man jemanden gern hat”, meint Edeltrud Posiles. “Als casino online Erstes musste ich mich um ein Versteck umsehen. Glücklicherweise hatte meine Schwester Lotte einen Verlobten, der eine Wohnung in der Neustiftgasse 33 besaß. Da er zu diesem Zeitpunkt als Soldat an der Front war, konnte ich die Brüder in seiner Wohnung verstecken.”
Nach dem Krieg heiratete Walter Posiles seine Lebensretterin Edeltrud Becher, doch die Ehe ging trotz ihrer dramatischen Vorgeschichte 1966 auseinander. Auch ihr Traum, Schauspielerin zu werden,

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sollte sich nicht erfüllen. Edeltrud wurde Bibliothekarin und ging 1985 in Pension. Heute lebt sie im Jüdischen Altersheim in Wien.

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“Ich hatte alles in allem ein gutes Leben”, sagt sie. “Ich bin mit mir selber im Reinen. Und das kann nicht jeder von sich behaupten.” Als Heldin sieht sie sich nicht, “nein, nein, ich bin von Natur aus ein eher ein feiger Mensch”

Aus: Kurier vom 8. Mai 2011, Seite 24, von Georg Markus, Geschichten mit der Geschichte.

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Autor: Wolfgang Kauders

Bibliothekar in den Wiener Büchereien, Personal- und Gewerkschaftsvertreter ebenda und -- alles in Ruhe seit Herbst 2010

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