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Liebe für die Bibliothek

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Gestern stellte Wolfgang Kaiser auf Bibliothekarisch.de das Siegervideo des Wettbewerbs „Why do you Love Your Library“ (2009) vor und fing damit, genauer mit dem Thema des Wettbewerbs, meine Aufmerksamkeit.

Täglich muss ich an der kleinen kirchlich getragenen öffentlichen Bibliothek vorbei. Wenn sie geöffnet hat und durch das Fenster Bücher und Leben zu erkennen sind, wird mir immer warm ums Herz. Es ist eine der kleinen lokalen Bibliotheken, die so viel mehr ist, als die Bücher, die sie bereit stellt. Auch die kleine Stadtbibliothek, mit der ich aufwuchs, war solch ein Ort. Gemütlich, ein bisschen eigen und voller interessanter Werke, die es nur noch zu entdecken gilt. Noch viel mehr davon bieten die großen Stadt-, Hochschul- oder Universitätsbibliotheken, Fachbibliotheken oder Archive.

Sie alle haben ihren eigenen Charakter: der Geruch, den die Bücher verströmen; die Stimmung – leise wispernde Lerngruppen, raschelnde Blätter, tippende Tastaturen. Modern und hell, offen und mit viel Multimedia bestückt, fast überwältigend ob der vielen Angebote. Oder deckenhohe Regale voll mit Wissen aus den letzten Jahrhunderten.

Den oben erwähnten Wettbewerb finde ich bemerkenswert, weil er den Fokus auf eine Sache legt, die im Alltagsstress schon einmal untergehen kann. Sowohl bei den Nutzern, welche sich bestimmt nicht so viele Gedanken um die Bibliothek machen, als auch bei all jenen Seelen, die den Betrieb am Laufen halten: „Was liebt ihr an eurer Bibliothek?„, „Welche interessanten, kuriosen, verrückten Dinge habt ihr dort erlebt?“ und „Wo berührt dieser Ort euer Herz und lässt euch lächeln?“.

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