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Bibliothekarische Stimmen. Independent, täglich.

26. November 2025
von lajosadamik
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„unbenahmt doch wohlbekandt” – Anmerkungen zu zwei Hallenser Schülerstammbüchern

Von Lajos Adamik, Inscriptiones Alborum Amicorum I. UB Gießen Hs NF 52 Der Einträger auf Bl. 282v im Stammbuch „eines Hallenser Studenten” in der Sammlung der UB Gießen (Digitalisat) verrät uns in einem mit sichtlicher Mühe abgeschriebenen Sonett von Johann Christian Günther („An die Vorhergehende [i. e. „An seine Magdalis”], Als sie an seiner Treu zweiffelte”, im ersten Band der posthumen Sammlung, 1724, GoogleBooks) den Namen des Halters: Statt „Mein Kind” setzt er mit „Mein Freund” an, und in Vers 11 ersetzt er „Mein … „„unbenahmt doch wohlbekandt” – Anmerkungen zu zwei Hallenser Schülerstammbüchern“ weiterlesen

12. August 2025
von lajosadamik
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Sigmund von Palothay (um 1690, Felsőőr – 02.08.1766, Wien)

    Von Lajos Adamik, Inscriptiones Alborum Amicorum Spiegel des braven Soldaten Der Hauptmann des Ujváryschen (des späteren 2ten k. u. k.) Infanterieregiments beschäftigte wiederholt die ungarische Literaturgeschichte. Man wollte wissen, ob er als Autor des Gedichtes „Jó vitéznek tüköre” (’Spiegel des braven Soldaten’) in Frage kommt, das er am Anfang eines von ihm 1747 in Preßburg veröffentlichten Militär-Reglements abdrucken ließ. Dazu hätte man gerne sein Geburtsjahr gekannt, da das Gedicht bereits in einer Handschrift erscheint, die Aufzeichnungen aus dem späten 17. und frühen … „Sigmund von Palothay (um 1690, Felsőőr – 02.08.1766, Wien)“ weiterlesen

3. August 2025
von lajosadamik
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Zu Johann Wilhelm von Hildebrand (1711-1773)

Von Lajos Adamik, Inscriptiones Alborum Amicorum Im Beitrag, den die deutsche Wikipedia dem Temesvarer Administrationsrat Johann Wilhelm von Hildebrand widmet (Wikipedia), fällt der Mangel an biographischen Angaben vor dessen Ernennung 1764 auf. Diese Lücke von mehr als fünfzig Jahren im Lebenslauf des theresianischen Beamten soll hier mit den Auskünften gefüllt werden, die den im Österreichischen Staatsarchiv als Teil der Bestände der Neuen Hofkammer innerhalb des Finanz- und Hofkammerarchivs verwahrten Banater Akten (ÖStA), vor allem aber der Adelsakte der Brüder Gottlob Friedrich und Johann Wilhelm … „Zu Johann Wilhelm von Hildebrand (1711-1773)“ weiterlesen

19. Juni 2025
von lajosadamik
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Digitalisierte ÖStA-Bestände im Hungaricana-Portal

Die digitalisierten Bände aus den Beständen des Hofkriegsrats Wien sind inzwischen, neben zahlreichen weiteren in Wien verwahrten Akten, nicht nur im Archivinformationssystem der ÖStA, sondern, weil von Arcanum digitalisiert, auch im wesentlich benutzerfreundlicher gestalteten Hungaricana-Portal einzusehen. Hier kann man endlich ganze Bände auf einmal überblicken und in ihnen hin- und herblättern, ohne zigmal mit der Maus klicken zu müssen. Hineinzoomen per Scrollen geht zwar auch hier nicht, man kann maximal 25 Seiten auf einmal herunterladen, und beim wiederholten Versuch wird man irgendwann mit lästigen … „Digitalisierte ÖStA-Bestände im Hungaricana-Portal“ weiterlesen

5. Juni 2025
von lajosadamik
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Foreign Figures, 1549 – 1949: mission completed

Im Oktober 2024 berichtete ich hier kurz über ein spannendes Projekt an der Wilkes University Pennsylvania, siehe https://archivalia.hypotheses.org/215639 Inzwischen konnte das Projekt komplett abgeschlossen werden. Die Dokumente in der Abteilung „ausl...

4. Februar 2025
von lajosadamik
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„Raph:Michael. de mis.[eria] h[uma]nae vitae”

Von Lajos Adamik, Inscriptiones Alborum Amicorum Unter solchem Quellenverweis, wenn er denn einer ist, schrieb Albert Molnár Szenczi (Wikipedia) einige lateinische Sätze ins Stammbuch des Heidelberger Studenten Wolfgang Marcus Walther (Wikipedia; das Stammbuch im Katalog der KB Den Haag, Eintrag auf f. 177r, Resolver.KB.NL). Sätze über die Vergänglichkeit, die selbst ChatGPT, als ich ihn nach einer möglichen Quelle fragte, für „schön und bildhaft” fand, allerdings keinem klassischen Autor zuordnen konnte. „Es könnte eine moderne oder freie Formulierung sein”, meinte die Maschine und bot noch … „„Raph:Michael. de mis.[eria] h[uma]nae vitae”“ weiterlesen

13. Dezember 2024
von lajosadamik
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Auf Silbertablett, aus Perlmuttlöffeln

Von Lajos Adamik Passend zur Adventszeit und bestimmt auch zu den Lemoni Lezelteln, ein Tagungsband über die Ursprünge der Weingärten in Tokaj und Sauternes im Open-Access-Angebot des L’Harmattan Verlags: Les racines des vignobles de Tokaj et Sauternes. Actes du Colloque international franco-hongrois les 2-6 novembre 2022, Sarospatak (Hongrie). Sous la direction de Michel Figeac et Istvan Monok (openacces.hu) Zum mythischen Tokajbesuch des Paracelsus siehe die Aufsätze von István Monok in den Annales Musei Agriensis (REAL.MTAK.HU) und von mir in der Zeitschrift Orvostörténeti Közlemények (’Beiträge … „Auf Silbertablett, aus Perlmuttlöffeln“ weiterlesen

19. Oktober 2024
von lajosadamik
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Foreign Figures, 1549 – 1949

  An der Wilkes University Pennsylvania läuft zur Zeit ein spannendes Projekt, wobei Mitabeiter und Studenten gemeinsam Dokumente aus dem umfangreichen und thematisch weit gestreuten Archiv der Hochschule digitalisieren und beschreiben. Die Digitalisat...

6. März 2024
von lajosadamik
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“Cervus in monte est benedicta trinitas…” (Chronik einer Zahlenkorrektur)

Von Lajos Adamik (Inscriptiones Alborum Amicorum) Kollegen von der Uni Szeged fragten mich neulich, ob ich ihnen als Germanist mehr über jene Jagdallegorie sagen könnte, die der Literaturhistoriker und Ethnograph István Sándor in seinem Aufsatz über  Vorbilder für Mihály Vörösmartys 1833 entstandenes erzählendes Gedicht „Szép Ilonka” (’Die schöne Helene’) erwähnt (Egyetemes Filológiai Közlöny, Jg. 1937, S. 229-240, hier S. 234; Pdf open access: MTAK), und in der die heilige Dreieinigkeit in der Gestalt eines Hirschen erscheint. Sándor zitiert hier frei aus dem Beitrag über … „“Cervus in monte est benedicta trinitas…” (Chronik einer Zahlenkorrektur)“ weiterlesen

7. Februar 2023
von lajosadamik
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Virtueller Lesesaal in der NLS Glasgow

    Auf meine Frage zu William Ruats Reisetagebüchern in der National Library of Scotland (Beschreibung der Handschriften: MS.4990, MS.4991) bot mir ein freundlicher Mitarbeiter der Bibliothek an, von ihrem versuchsweise eingerichteten virtuellen Lesesaal (Virtual Reading Room) Gebrauch zu machen.1 Zum vereinbarten Termin werde man mir im Rahmen einer einstündigen Zoom-Sitzung die Handschriften zeigen, d. h. sie unter eine Kamera legen und Blatt für Blatt durchblättern, sodass ich von ihnen einen ersten Eindruck bekommen könne. Dafür brauche ich nur online zu registrieren (https://auth.nls.uk/join/) und … „Virtueller Lesesaal in der NLS Glasgow“ weiterlesen